Vegan gekocht: Curry-Linsen-Bowl mit Röstkarotten

Linsen in einer Pfanne mit Knoblauch und Chili und Petersilie

“Möglichst wenig Kohlenhydrate!” – das war die Hauptvorgabe für die Nahrungsfindung neulich. Auf der Suche nach geeigneten Rezepten stieß ich auf ein Rezept für eine vegane Curry-Linsen-Bowl mit Röstkarotten und einem Petersilien-Dipp. Die Rezeptzutaten verhießen einen orientalischen Gaumenhammer. Eine equipmentreiche Küchenschlacht ließ sich nicht leicht erahnen – es wurde aber eine. Doch der Einsatz hat sich gelohnt: dieses vegane Rezept für ein Linsencurry mit Reis und gerösteten Karotten, welches mit einem Petersiliendipp gereicht wird ist unglaublich lecker.

“Das musst du wieder kochen!” – so lautet das vorweggenommene Fazit.

Und hier kommt nun also die Rezept-Geschichte … Du gehst am besten noch kurz deine Vorräte checken und dann einkaufen, wenn es notwendig ist. Die Liste aller Zutaten findest du unten im Rezeptblock oder du gehst sie hier kurz durch:

  • rote Linsen
  • gehackte Tomaten
  • Zwiebeln
  • Knoblauch
  • Curry-Paste
  • Garam Masala
  • Cumin (Kreuzkümmel)
  • Karotten
  • Öl
  • Reis
  • Zitronen
  • Petersilie
  • Cashewkerne

Ich gehe davon aus, dass du Wasser und Gemüsebrühe hast. Letztere kannst du gut mit veganer Instantbrühe und Wasser herstellen. Frische gehackte Tomaten sind zu denen aus der Dose eine superfrische Alternative. Beachte aber, dass du die frischen Tomaten besser schälst. Das bedeutet zwar etwas mehr Aufwand, aber er lohnt sich bestimmt. Ich werde das beim nächsten Mal ausprobieren. Und ein nächstes Mal wird es ja, wie bereits gefordert, geben.

Linsencurry mit Röstkarotten. zu diesem veganen Rezept reicht man einen Petersiliendipp
Linsencurry mit Röstkarotten. zu diesem veganen Rezept reicht man einen Petersiliendipp (nicht auf dem Bild) – So in etwa sieht das Endziel aus.

Ich unterteile das Rezept in die einzelnen Bestandteile, die alle irgendwie möglichst gleichzeitig fertig werden müssen. Das sorgt für ausreichend Bewegung in der Küche, die bei mir nur ganz leicht in Hektik ausartete. Letztlich stellte sich heraus, dass das Curry mit den roten Linsen sehr viel schneller fertig ist, als erwartet. Der Reis braucht wie immer seine 25min, die Karotten im Ofen auch und der Dipp muss nebenbei gelingen. Das funktioniert!

Veganes Linsencurry mit Röstkarotten und Petersilien-Dipp

Linsencurry – vegan gekocht

Für das Curry schnappst du dir einen ausreichend großen Topf, den du gleich auf dem Herd platzierst. Allerdings ohne gleich die Energiezufuhr zu aktivieren. Außerdem heizt du den Ofen schon mal vor: 200°C – Ober- und Unterhitze.

Ich empfehle dir, dass du dich auch gleich mit dem Thema Gemüsebrühe beschäftigst. Pro-Tipp: ein Wasserkocher stellt ohne viel Zutun energieschonend heißes Wasser her, welches zur Herstellung einer kräftigen Gemüsebrühe notwendig ist. Für heißes Wasser braucht aber auch ein Wasserkocher seine Zeit, weswegen du diesen gleich jetzt beschäftigst und später nicht erst eine Pause machen musst.

Ein Schneidebrett und ein Gemüsemesser leistet dir hervorragende Dienste beim Zerkleinern der Zwiebeln und der Knoblauchzehen. Ich hatte von 2 Zehen Knoblauch gelesen, war darüber ein wenig enttäuscht und habe gleich verdoppelt. Bereut haben wir es nicht.

Wie du Zwiebeln professionell zerkleinerst, hatte ich vor Jahren mal in einem entsprechenden Artikel erwähnt, den ich dir ans Kochherz legen kann, falls du dir bei diesem Schritt unsicher bist: Zwiebeln schneiden für Dummies. Keine Bange – der Artikel ist keine Beleidigung, sondern nur eine sehr detaillierte Beschreibung.

Kippe etwas Öl in den Topf und sorge endlich dafür, dass Energie zum Einsatz kommt. Schütte die zerkleinerten Zwiebeln und den Knoblauch in das Öl und brutzel das Gemisch ein wenig durch. Man spricht davon, dass die Zwiebeln glasig werden sollten, was in etwa 2min in Anspruch nimmt. Du erkennst automatisch was gemeint ist. Aber merke: du darfst in dieser Zeit nicht viel anderes tun. Wenn die Zwiebeln schwarz werden, nimmst du dir einen anderen Topf und fängst noch mal an.

Ganz untätig musst du aber nicht sein, sondern kannst die Linsen bereitstellen: gut 200g sollten es sein. Die Dose mit den gehackten Tomaten öffnest du auch gleich. Die Thai-Currypaste möchte gefunden werden. Und die Gemüsebrühe verdient es ebenfalls, in den Bereitschaftszustand versetzt zu werden.

Wenn die Zwiebeln glasig sind, löffelst du die Currypaste in den Topf und schüttest auch die Gewürze, also Garam Masala und Kreuzkümmel hinterher. Du verrührst alles mit einander und brätst alles zusammen weiter an. Das duftet wie in einem orientalischen Gourmethimmel. Nach ca. 1min kippst du die Tomaten, die Linsen und die Hälfte der Gemüsebrühe in den Topf. Du mischt mit Hilfe eines Kochlöffels gut durch, machst einen Deckel auf den Topf und reduzierst die Energie auf “Köchelstufe” (welche das ist, muss du an deinem Herd herausfinden! Die Köchelstufe ist weder “Maximale Energie” noch “Lauwarmer Sommermorgen”, sondern oftmals eine Stufe unter der Hälfte der verfügbaren Energiestufen-Skala). Für gute 25-30min bedarf dieses Arrangement kaum noch deiner Aufmerksamkeit.

Ab und an schaust du dennoch in den Topf und rührst einfach mal alles durch: wenn die Linsen die Brühe fast weggesoffen haben, kippst du einfach Brühe nach und lässt den Topf weitermachen.
Auf diese Art und Weise hältst du das Linsencurry bis zum Essen bei Laune und am Leben.

Geröstete Karotten – eine erstaunliche Geschmackspremiere

Ich koche ja sehr viel mit Karotten. In Eintöpfen und auch als Grundlage für Soßen sind sie ein gern verwendetes Gemüse. Aber gewissermaßen als “Beiß-Ersatz” zu Fleisch habe ich sie noch nie zubereitet. Dabei ist es so einfach, Karotten zu würzen und im Ofen zu rösten. Probiere es aus und du wirst staunen. Außerdem ist es total einfach und geht in der Vorbereitung ganz fix.

Schnappe dir so 10-15 Karotten, dein Schneidebrett und ein Kochmesser. Schäle die Karotten mit Hilfe eines Pendelschälers und wasche sie anschließend kurz ab. Wichtig danach: trockne sie kurz ab, denn sie werden gleich in Öl baden.

Zerteile die Karotten in Stifte oder halbdaumenlange Stücke oder variiere die Form nach Lust und Laune. Die stücke oder Stifte sollten nicht zu dünn sein – dann verbrennen sie dir nur im Ofen. Im Gegensatz dazu brauchen armdicke Karotten im Ofen kleine Ewigkeiten, um weich zu werden. Im Nachhinein würde ich dir empfehlen, einen Zentimeter in der Kantenlänge nicht zu unterschreiten. Damit die Gabel was zum Aufspießen hat, lass die Stifte so bei 5cm Länge. Dünne Karotten werden einfach nur geteilt; Karottenpflöcke ereilt dieses Schicksal mehrfach.

Sammle die zerteilten Karotten in einer Schüssel oder aber in einer Auffangschale, die zu deinem Schneidebrett gehört. Habe ich schon mal erwähnt, dass Schneidebretter mit Schalen absolut genial sind? Ja? Stimmt – hier hatte ich dazu was geschrieben: mein Schneidebrett mit Auffangschalen.

Tröpfle so zwei, drei, vier oder fünf Esslöffel Olivenöl über die Karotten, verteile je einen TL Salz und Garam Masala darüber. Mische alles gut durch, was mit einer sauberen Hand sehr gut gelingt.
Nach dem Mischen musst du wieder Hände waschen, was dich aber nicht abschrecken soll.

Karotten zerteilt und in Öl, Salt und Garam Masala eingelegt.
Die kommen dann so in den Ofen und werden geröstet
Karotten zerteilt und in Öl, Salt und Garam Masala eingelegt. Die kommen dann so in den Ofen und werden geröstet

Greife zu einem Backblech, lege Backpapier darauf und verteile dann die “eingelegten” Karotten darauf. Und ab in den Ofen damit. 20-25min brauchen die Karotten im Ofen. Gegen Ende der Zeit musst du gucken, damit die nicht verkohlen. Die Karotten dürfen aber gern Farbe bekommen und ein wenig Röstschwarz gehört einfach dazu!

Reis kochen

Zum Linsencurry passt Reis hervorragend und der Reis braucht seine Zeit!

Der Schritt ist einfach und wurde auf meinen Seiten schon ausführlich erklärt: so kochst du ganz einfach Reis. Das geht mit und ohne Schnellkochtopf ganz einfach.

Also nur ganz kurz: schnapp dir einen Topf, kippe Reis hinein (Mengentipp: vier Esser kommen mit einem Kaffeepot voller Reis bestens klar) und schütte dazu ziemlich genau die doppelte Menge Wasser. Eine Prise Salz findet ebenfalls ihre Bestimmung in dem Topf. Lass alles bei maximaler Energie aufkochen, reduziere die Energiemenge und koche alles so lange weiter, bis das Wasser gerade noch so den Reis bedeckt. Wenn es soweit ist, wirf einen Deckel auf den Topf, fahre die Energiezufuhr auf das Minimum herunter und stelle deinen Küchentimer auf 20min. Der Reis ist anschließend fertig. Sicher.

Bleibt noch …

Zweite Premiere: Petersilien-Dipp ohne Joghurt

Bisher habe ich Dipps meistens mit Joghurt oder ähnlichem hergestellt. Aber dann wäre der Dipp nicht mehr vegan. (Ok – ich könnte veganen “Joghurt” verwenden, aber ich wollte bewusst darauf verzichten). Und was soll ich sagen: es geht auch ohne. Wie sich zeigen wird, harmoniert dieser frische Dipp hervorragend mit dem Linsencurry!

Ich schreibe es lieber gleich am Anfang: die Cashew-Kerne kann man wohl vor der Verarbeitung auch in Wasser einweichen – dann wird der Dipp sämiger. Das habe ich aber erst hinterher erfahren und wird dann vielleicht beim nächsten Mal ausprobiert. Hier schreibe ich jetzt auf, wie ich es wirklich gemacht habe.

Gut 100g Cashewkerne wollen zerkleinert werden. Dipps auf der Basis ganzer Cashewkerne haben sich aus verständlichen Gründen nicht durchgesetzt. Aber zerkleinere mal Nüsse. Das geht sicher mit einem guten Messer, aber wozu haben wir denn hier Hightech in der Küche! Unsere Küchenmaschine hat einen Zerkleinereraufsatz und mit diesem konvertierte (mahlte!) ich ratzfatz die Kerne in Kernmehl. Du kannst natürlich auch jedwede Art von Zerkleinerern benutzen derer du habhaft wirst.

Kippe das Cashewkernmehl in eine Schüssel. Mittels einer Zitronenpresse presst du den Saft zweier Zitronen aus. Du wirst vermutlich nicht alles brauchen. Den Rest kannst du ja als Vitaminbombe in deinem Körper zünden. Schütte gut sechs Esslöffel von dem Saft zum Mehl und schütte so 70ml Wasser dazu. Eine weitere Knoblauchzehe (oder auch zwei oder drei) presst du ebenfalls in die Schüssel. Eine Knoblauchpresse leistet dir dabei unschätzbare Dienste.

Und wo bleibt nun die Petersilie?

Die kommt jetzt: eine gute Handvoll davon wäscht du kurz ab, befreist sie von den dicksten Stielen und wirfst das Kraut in die Schüssel. Zwei verwegene Prisen Salt runden das Ganze ab.
Um nun einen typischen Dipp hinzubekommen, musst du das alles mit einem Handmixer oder Zauberstab gut durchmixen. Das ist der Punkt, dessen Ergebnis bei eingeweichten Cashewnüssen anders ist, als dem hier beschriebenen. Der Dipp ist leicht körnig, aber nicht störend. Ich weiß nicht, ob man das Granulat durch längeres Zerkleinern feinkörniger bekommt. Ist aber auch egal.

Fertig: Linsencurry mit gerösteten Karotten und Petersiliendipp

Sofern alles gut gegangen ist, dürften selbst die Karotten im Ofen nicht schwarzen Aschestäbchen gleichen. Der Reis ist fertig. Das Curry hat im Laufe der weiteren Zubereitung die restliche Gemüsebrühe fast weggesoffen. Der Dipp harrt der Dinge, die da gedippt werden sollen.

Du kannst vor dem Servieren den Reis und das Linsencurry vermischen. Du musst das nicht machen und den Essern selbst überlassen.

Ich habe zwei Esslöffel Reis in eine Schüssel getan, drei Esslöffel Linsencurry dazu, ein paar Karottenröstis darauf verteilt und den Dipp separat kredenzt. Dazu passt ein scharfes Chili für alle, die es scharf mögen.

Wenn du Avocado-Liebhaber unter deinen Mitessern hast, kannst du gern noch eine Avocado dazu aufschneiden.

Was soll ich zum Geschmack sagen?
Curry mit Reis schmeckt erfahrungsgemäß sehr gut. Das Linseen-Curry macht hier keine Ausnahme. Die gerösteten Karotten sind einfach wunderbar: warum ist mir diese Zubereitungsart so lange verborgen geblieben? Wahnsinn! Der Petersilien-Dipp sieht wie ein Dipp aus und schmeckt einfach Klasse. Die Krönung ist dann, wenn du alles mischt und zusammen isst: alle einzelnen Rezeptbestandteile harmonieren auf des beste miteinander. Das Curry ist kräftig, die Karottensticks haben würzigen Biss und der Dipp bringt die Frische in das Ganze.

Fazit: Ich werde definitiv zum Wiederholungstäter bei diesem veganen Rezept.

Vegan gekocht: Curry-Linsen-Bowl mit Röstkarotten

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Recipe by Jörg Dutschke Course: Alle Rezepte, Asiatisch, Vegan/Vegetarisch, Ohne SchnellkochtopfCuisine: AsiatischDifficulty: leicht
Portionen

4

servings
Vorbereitungszeit

15

minutes
Kochzeit

35

minutes
Gesamtzeit

50

minutes

Veganes Rezept für ein Linsencurry mit Reis und gerösteten Karotten, welches mit einem Petersiliendipp gereicht wird. Gaumenhammer!

Zutaten

  • Linsencurry
  • 1 Liter Gemüsebrühe

  • 400 ml gehackte Tomaten

  • 400 g Linsen

  • 2 Zwiebeln

  • 4 Knoblauchzehen

  • 2 EL Thai-Currypaste

  • 1 TL Garam Masala

  • ½ TL Kreuzkümmelpulver (Cumin)

  • Geröstete Karotten
  • 10 Karotten

  • 3 EL Pflanzenöl

  • 1 TL Garam Masala

  • 1 TL Salz

  • Reis
  • 300 ml Wasser

  • 150 g Basmatireis

  • Petersiliendipp
  • 100 g Cashewkerne

  • 70 ml Wasser

  • 6 EL Zitronensaft

  • 2 Knoblauchzehen

  • 1 Handvoll Petersilie

  • Salz

Anweisungen

  • Linsencurry
  • Zwiebeln und Knoblauch schälen, zerkleinern und in Öl glasig anbraten
  • Currypaste und Gewürze dazugeben und 1min mitbraten
  • Linsen, gehackte Tomaten und Hälfte der Gemüsebrühe in den Topf kippen und alles verrühren
  • Deckel auf den Topf und bis zum Ende aller Rezepttätigkeiten köcheln lassen
  • Ab und an umrühren und etwas von der restlichen Gemüsebrühe dazu geben.
  • Geröstete Karotten
  • Karotten schälen und in Stifte oder größere Stücke schneiden
  • Mit Öl, Salz und Garam Masala vermischen
  • Auf ein Backblech mit Backpapier verteilen und im vorgeheizten Ofen bei 200°C Ober- und Unterhitze für 20-25min rösten
  • Reis kochen
  • 1 große Tasse Reis in einen Topf geben und 2 Tassen Wasser dazu.. Plus eine Prise Salz.
  • Aufkochen lassen und wenn das Wasser gerade noch den Reis bedeckt
  • 20min im geschlossenen Topf ziehen lassen.
  • Petersiliendipp
  • Cashewkerne zu Mehl shreddern und in eine Schüssel schütten
  • mit Zitronensaft und Wasser vermischen
  • Petersilie waschen und grob zerkleinert dazu geben.
  • Knoblauch pressen und mit etwas Salz zusammen in die Schüssel geben
  • Mit dem Zauberstab gut durchmischen

Kochst du das Rezept nach?

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Hauptsache es schmeckt …

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