Bohnen

Grüne Bohnen

Bohnen sind ein polarisierendes Gemüse – man mag es, oder man mag es nicht. Ich mochte als Kind niemals nicht Bohneneintopf, der immer aus grünen Bohnen zubereitet wurde. Heute – viele Jahre nach meiner Kindheit – könnte ich mich jedes mal in den Topf legen. Wenn ich selbst den Eintopf gekocht habe. Und ich koche ihn so wie meine Mutter. Folglich ist mein Bohneneintopf ein Hammer. (Beweisführung ist was echt tolles, gelle?)

Das schöne an Bohnen ist, dass man auf sie während des ganzen Jahres nicht verzichten muss, denn es gibt sie ganzjährig in einem besonderen Aggregatzustand: gefroren. Kaufen, lagern, auftauen, verarbeiten … das geht auch im tiefsten Winter.

Wie du siehst gibt es keinen Grund, im eigenen Ernährungsplan auf Bohnen zu verzichten. Nur auf ein klitzekleines geflügeltes Wort mag ich an dieser Stelle noch verweisen, denn Bohnen haben eine Nebenwirkung: sie zwingen den Körper zu Furzen. Das muss niemandem peinlich sein, wenn man draußen furzt oder allein ist sowieso nicht. Solange Laubgewächse nicht spontan ihre Blätter abwerfen, wenn man in ihrer Nähe furzt, spricht auch ökologisch nichts dagegen. Ach ja – es sind zwei Sachen die mir bei Bohnen immer einfallen:

  1. Jedes Böhnchen ein Tönchen
  2. Erbsen, Bohnen, Linsen bringen den Ar*** zum grinsen.

Das sagt doch schon alles, oder?

Grüne Bohnen

Aber zurück zum Thema. Grüne Bohnen sind diese länglichen, grünen Schoten mit den mystischen Wölbungen, die man manchmal auf dem Wochenmarkt sieht und die man nicht in Stück, sondern in Pfund kauft. Rein wissenschaftlich gesehen gehören die Bohnen – auch Gartenbohnen genannt – zu den Schmetterlingsblütern. Was ich nur erwähne, um einen gewissen pädagogischen Wert in diese Beschreibung zu packen. Ich vermute ja eher, dass die Schmetterlinge den Kindern die Dinger nahebringen sollen. Denn Bohnen sind gesund! Auf keinfastfood.de fand ich diese eindrucksvolle Auflistung:

In grünen Bohnen finden sich zudem wichtige Kohlenhydrate, Eiweiß und Mineralstoffe wie beispielsweise Calcium, Eisen, Magnesium und Zink. Wichtige Vitamine, etwa B-Vitamine, Vitamin C und Provitamin A, sind ebenfalls in grünen Bohnen enthalten und unterstützen vielfältige Körperfunktionen. Enthaltene sekundäre Pflanzenstoffe schützen außerdem vor Krebserkrankungen, stärken das Immunsystem und den Kreislauf.

Grüne Bohnen
Grüne Bohnen sind gern gesehen auf dem Tisch.

Die Hülsenfrüchte werden oft als Beilage gereicht. Man kann sie dünsten oder zu Salat verarbeiten. Außerdem kann man sie sehr gut in Eintöpfen verwenden, vor allem in der Spezialform “Grünebohneneintopf”, der auch im Schnellkochtopf super gelingt.

Weiße Bohnen

Lange wurden sie von mir unterschätzt: die weißen Bohnen. Dabei sind sie total gesund: sie enthalten unheimlich große Mengen an Vitaminen Gerade der Gehalt an Vitamin B1 und Vitamin B6 ist herausragend. Ersteres Vitamin hat großen Einfluss auf den Energiestoffwechsel der Körperzellen und unterstützt die Energiegewinnung und -speicherung. Vitamin B6 hingegen unterstützt das Immunsystem und fördert auch die Bildung von Botenstoffen im Nervensystem.
So ganz nebenbei führst du deinem Körper durch den Verzehr weißer Bohnen noch Folsäure, Biotin sowie wichtige Mineralstoffe wie Kalium, Calcium, Magnesium, Phosphor und Natrium hinzu.

Jetzt weiß ich wieder, warum ich so auf weiße Bohnen stehe: auch wenn das mit ihnen gekochte Futter meist sehr deftig ist, so ist es doch auch sehr gesund.

Kidneybohnen

Diese roten Bohnen kennen viele gerade aus der mexikanischen Küche. Chili con Carne oder Chili sin Carne kommen nur schwer ohne die ursprünglich aus Peru stammenden Bohnen aus. Wusstest du, dass die Kidneybohne wegen ihrer “nierenähnlichen Form” so heißt? Ich auch bis vor kurzem nicht.

Das Coole an den Kidneybohnen ist, dass sie beim Kochen sehr gut die Aromen der anderen Zutaten annehmen. Je nach dem welche Gewürze und Kräuter du verwendest, desto “anders” schmecken die Speisen, obwohl immer Kidneybohnen im Spiel sind.

Die Stärke der Bohnen liegt in in ihrem Reichtum an en ebendieser Stärke und Proteinen. Yeah – damit sind sie das Kraftfutter für den Muskelaufbau. Außerdem beinhalten Kidneybohnen Magnesium, Calcium, Eisen und Kalium. Grundsätzlich bestehen sie zu ca. 70% aus Kohlenhydraten, zu 25% aus Proteinen und nur 5% Fett. Perfektes Futter für eine gesunde Ernährung.

Rezepte mit Bohnen

Auch in meinen Rezepten verwende ich gern Bohnen, so dass ich dir die Bohnen-Rezepte ans Herz legen kann:

  • Bohneneintopf im Schnellkochtopf
    Ein Klassiker unter den Eintöpfen. Im Schnellkochtopf gelingt die diese schmackhafte Suppe schnell und einfach
  • Fasolada – griechische Bohnensuppe im Instant Pot
    Auch im fernen Griechenland schätzt man die Bohnen, weshalb aus der Region auch ein Rezept für eine spezielle Bohnensuppe überliefert ist: die Fasolada! Und sie ist sooo lecker!
  • Kartoffelcurry mit grünen Bohnen
    Vegan und fremdländisch. Die schiere Einfachheit macht dieses Rezept zum Kandidaten für die Regelmäßigkeit.
  • Kidney-Burger – vegetarische Burger mit Kidneybohnen
    Ein veganer Burger, dessen Grundmasse zum Großteil aus Kidneybohnen besteht. Spannend in der Zubereitung und sehr, sehr lecker!
  • Griechische Hähnchenpfanne mit Bohnen und Feta
    Yummie! Im Grunde genommen ist es einfach ein Ofenblech voller Kartoffeln und Hähnchen-Schlegel, zwischen denen auch Bohnen herumlümmeln. In Kombination mit Feta wird daraus ein Festessen!
  • Weiße-Bohnen-Suppe mit Gemüsecroutons
    Ich liebe weiße Bohnen als Eintopf. Man kann sie vegan zubereiten oder wie ich selbst sie mag zusammen mit Bauchspeck und Würstchen. Oder Mettenden. Brutal einfach und deftiges Futter!
  • Soljanka – einfaches Schnellkochtopf -Rezept
    Soljanka mit Bohnen? Hallo? Aber ja – ich habe sie schon mit Kidneybohnen “verfeinert”. Was man nicht alles in eine Soljanka wirft, wenn ein Raclette vorüber ist.
  • Rouladen aus dem MeinHans
    Bohnen als Beilage gehen bei Fleischgerichten eigentlich immer. So auch bei diesen Rouladen, die ich im Multikocher MeinHans gezaubert habe.
  • Veganes Chili mit Grünkern aus dem Schnellkochtopf
    Natürlich kommen hier wieder Kidney-Bohnen vor. Ungewöhnlich, weil mit Grünkern, aber auch lecker und vor allem vegan!
  • Minestrone im Instant Pot
    Ebenso wie eine Soljanka ist eine Minestrone geeignet, um Reste zu verwerten. Sind Bohnen übrig? Dann wirf sie einfach in eine Minestrone dazu. Funktioniert!
  • Veganer Eintopf aus dem Instant Pot
    Ein leichtes Multikocher-Rezept in dem Gemüse die Hauptrolle spielt und außerdem kommen Bohnen dabei vor. Ursprünglich heißt das Rezept “Instant Pot Veggie Stew”.
  • Chili con carne … mit/ohne Hackfleisch
    Ein Chili con Carne oder die vegane Variante als Chili sin Carne kommen natürlich nicht ohne Kidneybohnen aus. Lecker sind übrigens beide Varianten!
  • Vegetarische Gemüsepfanne
    Ein einfaches Gemüserezept, bei dem jede Menge Gemüse in einer Pfanne oder Wok zubereitet und oft zusammen mit Reis verschlungen wird.
  • Linseneintopf ala Kanaren
    Weiße Bohnen spielen bei diesem außergewöhnlichen Rezept auch eine Rolle. Ein Eintopf zum Niederknien. Außerdem lüfte ich in dem Rezept ein lange gehütetes Geheimnis.
  • Mexikanische Kartoffeln
    Mexikanisch assoziiere ich immer mit Kidneybohnen. Jedes Böhnchen ein Tönchen! Auch in diesem Rezept kommen natürlich Bohnen zum Einsatz und in Verbindung mit Kartoffeln und ein wenig Fleisch wird daraus ein absoluter Gaumenhammer!

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