Kartoffel-Blumenkohl-Suppe

Kartoffel-Blumenkohl-Suppe

Dieses Rezept handelt von Ofengemüse – bzw. von dem was davon manchmal übrig bleibt. Es ist schon irgendwie ein Suppenrezept und dreht sich um Kartoffeln, Blumenkohl, Pfifferlinge und eine ungeheure Menge Knoblauch.

Ganz ehrlich – ich war überrascht über den Rezept-Hinweis, dass ich eine ganze Knolle Knoblauch verwenden müsse. Nicht eine Zehe, nicht 5 Zehen – nein, eine ganze Knolle Knoblauch. Das musst du dir erst mal geben!

Doch um das Ergebnis schon vorweg zu nehmen: dieser Kartoffel-Blumenkohl-Eintopf ist ein ganz deftig-leckerer Gaumenschmauß. Die Suppe ist einfach zu kochen und verblüfft durch eine etwas ungewöhnliche Zubereitungsart. Lass dich überraschen …

Ofengemüse-Suppe: Kartoffel-Blumenkohl-Eintopf

30. Oktober 2019
: Für 5 hungrige Esser
: 10 min
: 40 min
: 50 min
: sehr leicht

Die Knoblauch-Bombe schlechthin - aber sooo lecker! Ob als Püree oder als Suppe: dieser Kartoffeln-Blumenkohl-Eintopf aus Ofengemüse ist köstlich!

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Ingredients
  • 1,5 - 2kg Kartoffeln
  • 1 Blumenkohl
  • 1 Knolle(!) Knoblauch
  • 3 TL Hefeflocken
  • 1 TL Senf
  • Salz
  • Pfeffer
  • Öl
  • Rosmarin
  • 400g Pfifferlinge
  • 4 Frühlingszwiebeln
  • ca. 850ml Gemüsebrühe (eher etwas mehr)
Directions
  • Step 1 Ofen auf 220°C Ober-/Unterhitze vorheizen
  • Step 2 Kartoffeln nicht schälen – nur waschen und würfeln, in einer Schüssel mit Salt, Pfeffer, Rosmarin und Öl mischen und dann auf Ofenblech kippen
  • Step 3 Blumenkohl-Röschen trennen und diese mit Salz, Pfeffer und etwas Öl mischen. Danach ebenfalls auf’s Ofenblech.
  • Step 4 Knoblauchknolle vom Strunk befreien, Schnittstelle mit Öl bestreichen, in Alufolie wickeln und auch aufs Backblech legen.
  • Step 5 Gemüse ca. 30min im Ofen garen (es muss verzehr-weich sein)
  • Step 6 Zwiebeln kleinschneiden und in Öl in einem großen Topf andünsten.
  • Step 7 3/4 des Ofengemüses in den Topf geben
  • Step 8 Knoblauchknolle entzehen und alle(!) Zehen in den Topf werfen.
  • Step 9 Senf, Hefeflocken, Gemüsebrühe auch in den Topf geben.
  • Step 10 Kurz aufkochen und dann fein pürieren. Ggf. mit Brühe verdünnen.
  • Step 11 Das restliche Ofengemüse in die Suppe kippen.
  • Step 12 Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden
  • Step 13 Pfifferlinge kurz anbraten und mit etwas Salz würzen
  • Step 14 Wie auf dem Rezeptbild servieren.

Ich nenne es Ofengemüse-Eintopf!

Eine äußerst willkommene Eigenschaft dieses Suppenrezepts ist es, dass du dir das Kartoffel-Schälen sparen kannst. Hurra!

Kartoffeln vorbereiten

Du schnappst dir so 1,5 – 2kg Kartoffeln, wäscht diese gründlich ab und verwandelst die Kartoffeln in grobe Würfel. Die Würfel würfelst du in eine Schüssel. Mit einem Kochmesser und einem Schneidebrett als Unterlage schaffst du dies in ungleich kürzerer Zeit als wenn du die Kartoffeln auch noch schälen müsstest. Ich hatte übrigens vorwiegend fest kochende Kartoffeln. Da später ein Pürierstab/Kartoffelstampfer zum Einsatz kommt und die Zubereitung fast schon in Richtung Kartoffelpüree geht, wären mehlig kochende Kartoffeln zwar besser gewesen, aber ich hatte eben die nicht mehligen Bio-Kartoffeln. (siehe auch meine Kartoffel-FAQ)

Du kippst mal eben so Salz, Pfeffer und Rosmarin nebst ein paar Esslöffeln Öl in die Schüssel und schüttelst den Inhalt wie ein Barkeeper nen Cocktail schön durch. Dadurch wird ein optimales Mischen gewährleistet, sofern du daran gedacht hast, die Schüssel mit einem Deckel zu schließen. Ansonsten musst du je nach Schüttelintensität mehr oder weniger Küche putzen.

Das Gemenge kippst du auf ein tiefes Ofenblech.

Der Blumenkohl kommt an die Reihe

Vom Blumenkohl trennst du die Röschen ab. Auch das gelingt spielend leicht mit dem Kochmesser. Durch geschickte Winkelschnitte wird das Blumenkohl-Laub heruntergesäbelt. Der Rest ist ein Kinderspiel. Das Ergebnis sind die Blumenkohl-Röschen in einem Salatseiher, wo sie hervorragend durchgespült werden können. Kurz abtropfen lassen und dann ab in die Schüssel, in der vorher die Kartoffeln herumlümmelten.

Den Blumenkohl würzt du auch mit etwas Salz und Pfeffer, benetzt alles mit etwas Öl und sorgst durch enthusiastisches Schütteln wieder für eine gleichmäßige Verteilung von Gemüse und Gewürzen.

Auch dieses Gemisch kippst du auf das gleiche Ofenblech wie vorher die Kartoffeln.

Jetzt kommt: der Knoblauch

Greife dir eine frische Knolle Knoblauch. Ja – eine ganze. Schneide mit einem Gemüsemesser vorsichtig den Strunk ab und bepinsele die Schnittstelle mit etwas Öl. Schnappe dir etwas Alufolie, wickele den Knoblauch darin ein und wirf ihn irgendwo zu den Kartoffeln und dem Blumenkohl auf das Backblech.

Es werde Ofengemüse!

Schiebe das nun voll bepackte Ofenblech in den Ofen, jage diesen auf die ungeheure Temperatur von 220°C hoch – bei Ober-/Unterhitze. Sobald der Ofen die Hitze hergestellt hat, zählt du die Minuten von 30 ab herunter.

Wenn du dich verzählst ist das nicht schlimm, dann musst du eben auf dein Bauchgefühl vertrauen. Das Gemüse ist perfekt vorbereitet wenn es gar ist. Eine gewisse Bräune an Kartoffeln und Blumenkohl ist willkommen und kein Fehler!

Ofengemüse aus Kartoffeln und Blumenkohl
Ofengemüse aus Kartoffeln und Blumenkohl. In Alufolie eingehüllt: eine ganze Knoblauch-Knolle)

Ist das Ofengemüse fertig, lässt du alles ein wenig abkühlen. Außerdem machst du heißes Wasser und stellst dann daraus eine kräftige Gemüsebrühe her.

Aus Ofengemüse wird Ofengemüse-Suppe

Besorge einen großen Topf, kippe etwas Öl hinhein. (Oder zerlasse etwas Butter, aber dann wird’s nicht mehr vegan!) Schneide eine entkleidete Zwiebel kurz und klein und dünste diese etwas im Topf an.

Separiere den Knoblauch auf dein Schneidebrett und lagere gut 3/4 des Ofengemüses vom Blech in den Topf um.

Trenne die Knoblauchzehen von der Knolle! Das geht erstaunlich leicht von der Hand: du fixierst ein Ende jeder Zehe mit einer Gabel oder einem Messer und drückst die Zehe mehr oder weniger am anderen Ende aus der Schale. Am Ende stehst du vor einem ungeheuren Berg Knoblauchzehen und denkst so bei dir ‘Oh man, wenn das man gut geht!’.

Schütte alle Knoblauchzehen in den Topf, löffel noch einen guten Teelöffel Senf dazu, streue die Hefeflocken ein, salze noch etwas und …

… kippe 800ml von der Gemüsebrühe dazu. Lass das ganze leicht aufkochen und bewaffne dich mit Kartoffelstampfer und Pürierstab.

Kartoffel-Blumenkohl-Püree

Du kannst sicher gleich mit dem Pürierstab arbeiten, ich aber wollte zunächst die Grobarbeit mit dem Kartoffelstampfer erledigen. Außerdem wolle ich sehen, ob ich den Pürierstab überhaupt brauche.

Ich brauchte ihn! Ich stampfte den ganzen Brei ordentlich durch; der Pürierstab vollendete das Werk aber noch feiner. Außerdem wurde das Püree wirklich zum Püree (und schmeckte sagenhaft gut). Ich wollte aber Suppe! Daher streckte ich den Brei mit weiterer Gemüsebrühe.

Mit Salz und Pfeffer schmeckte ich das weiter ab. Danach kam das restliche Ofengemüse in die Suppe! Das passt hervorragend. Für mich jedenfalls.

Eigentlich war’s das schon. Als Verbesserungsvorschlag kommt an dieser Stelle der Hinweis aus der Riege der Esser: besser alles pürieren und mit etwas Sahne weiter verfeinern. Ich habe diese Variante auch gekostet und fand sie ebenfalls akzeptabel!

Und was ist mit den Pifferlingen?

Ich hatte nur Pfifferlinge aus der Dose. Wenn du die Chance hast, frische Pfifferlinge zu ergattern, greife unbedingt auf diese zurück.

Die Dosen-Pfifferlinge befreite ich aus ihrem Domizil, trennte sie von der Dosenbrühe durch ein Küchensieb und briet sie kurz und knackig in einer Pfanne an. Ein wenig Salz reicht als Gewürz.

Die Frühlingszwiebeln werden mit dem Kochmesser in schmale Ringe geschnitten. Ich will das nicht weiter ausführen an dieser Stelle.

Serviert wird dieser Ofengemüse-Eintopf in dem du die Suppe in einen tiefen Teller gibst, etwas Frühlingszwiebel-Klein darüberstreust und darauf dann ein paar Pfifferlinge bettest. Das sieht genauso gut aus, wie es dann auch schmeckt.

Fazit: Blumenkohl-Kartoffel-Suppe

Ich bin mir immer noch unschlüssig, ob das nun eben eine Kartoffel-Blumenkohl-Suppe, ein Blumenkohl-Kartoffel-Eintopf oder einfach eine Ofengemüse-Suppe ist.
Eine andere Variante wäre: Knoblauchsuppe mit Beilage. Obwohl: merkwürdigerweise stanken wir nach dem Essen nicht “sieben Meilen gegen den Wind”. Der Knoblauch war unverkennbar da, vielleicht leicht dominant, aber nicht unangenehm. Der an Wahnsinn grenzende Einsatz einer ganzen Knolle Knoblauch ist vollkommen gerechtfertigt.

Lecker war’s und um die Testesser zu zitieren: ‘Darfst du mit Sahne und komplett-püriert gern wieder kochen!’ – Werde ich, aber dann so wie oben. Für mich. Der Rest der Bande kann dann gern die Sahne-Variante bekommen.

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Das brauchst du für dieses Rezept:


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